
Ich wache auf, meine Augen bleiben aber geschlossen. Durch das halbgeöffnete Fenster höre ich leise, fast nicht hörbar, das Rascheln der Blätter durch des Windes. Regentropfen fallen sanft auf die Fensterscheibe. Regnet es schon rein? Ich weiß es nicht. Ein lautes Geräusch folgt. Es ist ein Motor, der laut aufheult, wahrscheinlich der eines Schulbusses. Denn nur wenige Sekunden später folgt ein “Bye, Mom” von einem jungen Mädchen. Die Türen des Busses öffnen sich quietschend, schließen sich noch lauter und die Reifen drehen auf der nassen Straße durch, bis der Bus endlich weiter fährt. Die Regentropfen werden lauter. Autotüren knallen zu, ab und zu höre ich das mehrmalige hintereinander Klackern von hohen Schuhen. Und zwar so schnell, dass die Personen anscheinend rennen, um dem Regen zu entkommen. Etwas weiter in der Ferne höre ich ein langes Hupen. Wie die Sirenen eines Rettungswagens das Hupen bei weitem übertönen und wie sie dann immer leiser werden und wieder in der Ferne verschwinden.
Der Regen wird weniger. Aus dem lauten Prasseln ist ein leises Tropfen geworden. Ein Auto, aus dem Hip-Hop Musik schallt, fährt durch die Straße. Ich krieche aus dem Bett heraus, laufe zum Fenster. Was ich sehe sind viele kleine Pfützen. In ihnen liegen grüne, braune und wenige gelbe Blätter. Ich sehe einen kleinen Jungen, wie er grinsend mit Turnschuhen durch die Pfützen springt. Und wie seine Mutter ihn mit den Worten “Will you get out of there, NOW!” aus dem Nassen zerrt. Ein zarter Windstoß kommt und löst einen kleinen Schauer über meine Arme und meinen Rücken aus. Während ich das Fenster schließe, weiß ich: es ist Herbst.
Während meiner letzten Besuche in NYC brauchte ich keins, jetzt aber schon: eine amerikanische Handynummer. Denn drei Monate lang unfassbar hohe Gebühren für das Telefonieren zahlen? Danke, aber nein danke. Doch so ganz einfach ist das mit dem Handy hier nicht…
Also informierte mich das Internet und ich entschloss mich für einen Anbieter, der mir wärmstens empfohlen wurde wegen der großen Netzerreichbarkeit. Glaubt man der Werbung, so haben 97% der Amerikaner das Netz. Wuhui. Eine Prepaid-Karte soll es sein. Aber nur welches? Gerade in dem Moment, als ich mich durch die verschiedenenen Tarife clickte, erschien ein Pop-Up-Fenster: “Ein Mitarbeiter steht Ihnen zum Chatten zur Verfügung. Möchten Sie den Support annehmen?”. Ich klickte mal auf OK, ohne wirklich zu wissen, was mich erwartete.
“Projekt Handynummer” weiterlesen…
Die Abreise in Frankfurt war alles andere als schnell und toll. In der Nacht vor meinem Abflug bekam ich von meiner Fluggesellschaft eine SMS, dass mein Flug von 8:30 auf 9:55 verlegt wurde. Später am Flughafen hieß es dann, dass es sogar noch später werden könnte. Nach der Verabschiedung, (ich merke mir: loslassen ist schwer), ging ich ziemlich schnell durch die Sicherheitskontrolle und wartete am Gate. Und wartete. Das Boarding begann erst um 10 Uhr, am Ende flog das Flugzeug um 11:15 in Frankfurt ab.
Auch der Flug an sich war beschwerlich. Nicht nur, dass es streckenweise starken Gegenwind gab, es gab auch teilweise heftige Turbulenzen. So konnte ich also nicht wirklich gut schlafen und kam ziemlich unentspannt in New York an. Dafür bekam ich schnell meinen Koffer und warme Sonnenstrahlen kitzelten meine Haut. Und immerhin bin ich heile angekommen!
“Erster Beitrag aus New York” weiterlesen…
Wie befreit wir damals doch waren. Die schriftlichen Abiklausuren waren geschrieben, bis zu den Mündlichen war noch einige Zeit. Jeden Mittwoch ging es abends ab ins Feindgebiet in einen netten Club, in den man locker mit Turnschuhen reinkam. Selbst nach der Schulzeit, als wir alle unseren Abschluss schwarz auf weiß in der Hand hielten, ging es Mittwochs zur “Party Out of Bounds”. Und als der erste aus unserer Gruppe auszog in seine erste, eigene Wohnung, entwickelte sich ein gewisses Ritual.
“Feierei – die Rituale und vielen Erinnerungen” weiterlesen…

Mit meinen noch jungen 21 Jahren bin ich schon viel gereist. Jedes Jahr mindestens einmal. Und trotzdem stellt sich immer wieder die Frage: wie packe ich, so wenig wie möglich, aber so viel wie nötig, um in einer anderen Stadt nicht ohne X oder Y zu stehen? Die Checkliste ist geschrieben, wenn auch nicht sonderlich nach Sparten sortiert. Doch wie soll ich das Alles in eine kleine, aber sehr feine, Reisetasche bekommen? Brauche ich wirklich alles? Und vor allem: habe ich auch sicher nichts vergessen?
“Generalprobe: Ich packe meinen Koffer und nehme mit…” weiterlesen…

Was Bryan Adams wohl zu dieser Werbung sagen würde? Vielen Dank an meinen persönlichen Blog-Techniker und besten Freund Simon für diese Entdeckung ;)
Zeit. Jeder Mensch hat die gleiche Menge an Stunden und Minuten täglich zur Verfügung. Und doch geht jeder anders mit seiner Zeit um.
Die Einen wachen von alleine früh auf, machen Kaffee, frühstücken und erstellen dabei eine Liste, was sie alles am Tag erledigen wollen. Das wird dann so gut es geht durchgezogen, zwischendurch wird zu Mittag gegessen und dann wird die Liste weiter abgearbeitet bis hin zum frühen Abend. Dann ist Zeit für alles Mögliche, worauf gerade Lust ist. Ein guter, acht bis neun Stunden Schlaf beendet den Tag.
Andere hingegen stehen auch relativ zeitig auf. Frühstück und Kaffee gibt es auch. Doch es gibt keine Liste. Jedenfalls keine genaue. Es werden Dinge erledigt, zwischendrin werden tausend kleine Dinge erledigt, die nicht wichtig sind, die wichtigen werden vor sich her geschoben. Letztere quälen einen im Hinterkopf so lange, bis der Druck zu groß wird. Dann müssen sie erledigt werden (meistens hat es was mit Lernen oder der Arbeit zu tun) und es wird hin und wieder eine lange Nacht. Mit etwas weniger Schlaf.
Wieder Andere schlafen lange. Wirklich lange. Das Frühstück wird entweder zum Mittagessen oder es findet gar keine Nahrungsaufnahme statt. Der Morgen, nein der Nachmittag, beginnt mit Kaffee. Viel Kaffee. Denn es existiert ein anderer Blickwinkel, wenn der Tag am Nachmittag beginnt. So einiges müsste eigentlich erledigt werden. Eigentlich. Doch noch halb verschlafen werden Dinge gemacht, die eigentlich dann erst gemacht werden sollen, wenn man alles Wichtige und Notwendige erledigt hat. Dementsprechend verzögert sich alles bis in die Nacht; vor 4 oder 5 legt man sich nicht ins Bett. Und erledigt ist am Ende nur wenig. Oder vielleicht auch mal gar nichts. Denn der Rest war irgendwie spannender.
Welcher dieser drei Typen – es gibt bestimmt auch Mischformen – ich bin, darf geraten werden. Doch womit ich die nächsten Tage verbringen werde, habe ich mit meinem Kauf von gestern eigentlich schon vorprogrammiert:

Das ist doch mal eine Kombination aus Stationen! Gesehen in der Umgebung von Wetzlar, Hessen.
Nein, auch ich kann nicht um dieses Thema herum gehen. Auch ich bin sehr überrascht, dass Lena den Eurovision Song Contest gewonnen hat. Sicher, ich hatte ihr einen Platz in den Top 10 prognostiziert, aber unter anderem auch deswegen, weil sie schon vor dem eigentlichen Wettbewerb aus allen Ecken Europas bekannt und gelobt wurde.
Das Lied geht ins Ohr, ja, aber ich mags nicht. Ihr “Englisch” beim Singen treibt mich in den Wahnsinn. Dabei kann sie es doch relativ akzentfrei, wenn sie spricht. Wieso dann nicht beim Singen?! Trotzdem: Ich freu mich für Lena, denn sie scheint ziemlich bodenständig zu sein. Ihr Charakter und ihre repräsentative einfache Show in mitten der teilweise übertriebenen inszenierten Auftritte anderer Teilnehmer ließ sie herausstechen und mit einem für mich nicht perfekten Auftritt gewinnen. Ich bin gespannt, wie das mit ihr weiter geht jetzt und wie Deutschland nächstes Jahr den Grand Prix umsetzt.
Der große Gewinner des Abends ist aber für mich nicht Lena, sondern Stefan Raab. Einer kann sagen, was er will: Raab weiß einfach, wie man Geld macht und Erfolg hat. Es ist unglaublich. Sicher, er ist manchmal unsympathisch, aber er hat es einfach drauf. Und ich fand, dass selbst ein Stefan Raab sehr überrascht über den Sieg war, das hat man in der Live-Show gesehen, wie er da saß und an der Fahne kauerte. Irgendwie knnuffig. Er hat jetzt seinen Erfolg mit Lena gekrönt – Stefan Raab, 12 points.
22:25 Uhr: Zähne putzen, ins Bett legen.
22:35 Uhr: Noch einigermaßen wach. Neue Nachttischlampe an. Ein paar Seiten im Buch lesen.
23:15 Uhr: Neue Nachttischlampe aus. Augen schließen.
23:17 Uhr: Es ist warm. Drehen. Wenden. Augen auf. Augen zu.
ca. 01:30 Uhr: Augen auf. Immer noch warm. Rechtes Ohr schmerzt wieder. Wach.
02:14 Uhr: Gedanke: Langsam musst du mal schlafen. Augen zu.
ca. 06:00 Uhr: Augen auf. Hell. Müde.
06:10 Uhr: (surren der Kaffeemaschine)…
(Bildquelle: ikea.de)