Aug 17
Graphologie – Deutung
Manchmal ist es nicht wichtig, was man schreibt. Manche Menschen sehen sich die Handschrift an und behaupten, sie kennen nun alle Charakterzüge von der Person der paar Zeilen. Ich bin sicher keiner von denen. Aber im Internet stieß ich auf eine Seite, die genau dies behauptet. Alles was man machen muss, ist, einen kurzen Text zu schreiben und dann jemand anderen bitten, die Fragen, die dann gestellt werden zu beantworten. Im Fragebogen wird nach Abstand der Buchstaben, Größe, Kurven u.v.m. gefragt. Und heraus kommt eine Deutung des Charakters. Angeblich. Da ich noch eine halbe Stunde Zeit hatte, bevor ich in die Innenstadt aufbrach, entschied ich mich, den Test zu machen. Hier das Ergebnis – unzensiert! Die Deutung habe ich in orange gekennzeichnet; meinen Kommentar dazu in kursiv.
Christine ist selbstbewusst und bereit, ihre Stärken auch anderen zu zeigen. Sie ist locker und großzügig. – Mein Selbstbewusstsein hat sich in den letzten Jahren deutlich verbessert. Allerdings lauf ich nicht durch die Welt herum und schreie laut drauf los, welche Stärken ich habe. Bei Bewerbungsgesprächen ist das natürlich anders. Und großzügig bin ich nur zu denen, die es aus meiner Sicht auch verdient haben.
Christine gibt sich sehr beherrscht bzw. diszipliniert und besitzt einen ausgeprägten Ordnungssinn. - Mein Zimmer ist sicher nicht das ordentlichste auf der Welt. Das unordentlichste aber auf gar keinen Fall. Wenn ich ein Ziel vor Augen hab, dann versuche ich das auch so gut wie möglich zu erreichen, da kann ich sehr diszipliniert sein. Ja, ich bin einer dieser To-Do-Liste-Menschen. Abhaken ist ein tolles Gefühl.
Sie ist sinnlich, warmherzig, gemütlich und phantasievoll. – Ja, ja, ja und ja!
Im Großen und Ganzen wirkt sie gelassen bis uninteressiert, wenn sie aber von einer Sache überzeugt ist, überrascht sie ihre Umwelt durch ihr überschwängliches und begeisterungsfähiges Auftreten. - Hm. Ich bin NICHT uninteressiert. Aber wenn etwas ganz ganz ganz toll ist, dann ist es schon so, dass ich durch die Gegend hopse, strahle und alle davon mit begeistern möchte.
Christine ist ein sehr gefühlsbestimmter Mensch. Oft werden Entscheidungen gefühlsmäßig gefällt, obwohl bei rein rationeller Überlegung eine andere Entscheidung die richtige wäre. - Stimmt. Tränen, Wut und Glück halte ich so gut wie nie zurück. Dennoch gibt es die eine oder andere Situation, in der ich das abschalte und total rational werde.
Sie lässt sich von ihrer Intuition leiten, auch dann, wenn der Verstand etwas anderes sagt. - Sehr oft. Bisher hat sich meine Intuition auch nie im Stich gelassen. Ich konnte Menschen und Situationen aufgrund meiner Intuition ziemlich oft richtig einschätzen. Wieso sollte ich also dann aufhören, an meine Intuition zu denken?
Christine legt Wert auf eine Grunddistanz zu ihren Mitmenschen. Auch gute Kollegen müssen nicht alles wissen. – Also ich gehe schon offen auf (neue) Menschen zu. Aber nur meine engsten Familienmitglieder und Freunde wissen wirklich alles über mich.
Sie ist bestrebt, anderen Menschen so weit wie möglich zu helfen. - Für meine Familie und Freunde, auf jedenfall, ja!
Christine ist sehr stark um Gerechtigkeit bemüht. Sie versucht stets, sich für andere einzusetzen. - Siehe voriger Kommentar.
Christine geht mit viel Lebensfreude und Tatendrang vor. Diese Vitalität wird auf künstlerischem Gebiet in große Kreativität umgewandelt. - Möglicherweise. Jedoch nicht immer. Jeder hat mal einen schlechten Tag, wenn alles einfach doof ist. Mein künstlerisches Gebiet ist das Schreiben und in letzter Zeit mehr und mehr auch die Fotografie.
Sie ist ein Dickkopf. Die Umwelt wird regelmäßig mit plötzlich auftretenden Widerständen von ihrer Seite überrascht. - Leider setzt sich mein Dickkopf manchmal durch, ja. Aber plötzlich auftretende Widerstände?! Nee! Kopfschüttel.
Christine ist insofern bescheiden und wenig aufdringlich, als dass sie es nicht nötig hat, die Umwelt bei jeder Gelegenheit auf die eigenen Stärken aufmerksam zu machen. - Wahr. Ich kenne meine Stärken und die, die mich kennenlernen, bemerken sie dann auch. Natürlich ist in einem Bewerbungsgespräch die Aufzählung der eigenen Stärken essentiell. Aber das macht jeder.
Alles in Allem waren die Deutung relativ nah an meinem Charakter dran. Abgesehen von der ersten und letzten Frage, die sich etwas widersprechen, hat vieles gestimmt. Schon sehr gruselig!


